Nach der Förderung durch die Thüringer Ehrenamtsstiftung und den GEMA-Pauschalvertrag stehen ab sofort weitere Fördermöglichkeiten im Rahmen des neuen Landesprogramms zur Stärkung des Ehrenamts zur Verfügung. Über eine Projektförderung können Maßnahmen und Projekte zur Stärkung des bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engagements mit bis zu 50.000 Euro bezuschusst werden. Zum anderen können Unterstützungsleistungen bis zur gleichen Höhe zur Abmilderung von Notsituationen beantragt werden. Antragsfrist für das laufende Jahr ist der 15. September 2025.
Soziale Ungleichheit zeigt sich nicht nur auf dem Wohnungs- oder Arbeitsmarkt, sondern auch im Zugang zu Kunst und Kultur. Die aktuelle Ausgabe der "Kulturpolitischen Mitteilungen" nimmt Klassismus in den Blick – als häufig übersehene, aber wirkmächtige Form von Diskriminierung.
Hamburg macht einen weiteren wichtigen Schritt für bessere Arbeitsbedingungen in der Soziokultur: Bisher erhält ein Großteil der Mitarbeitenden in Stadtteilkulturzentren, Geschichtswerkstätten und Bürgerhäusern deutlich niedrigere Gehälter als Personen in vergleichbaren Positionen in anderen Organisationen. Nach einem längeren Aushandlungsprozess werden nun 65 Prozent der Stellen höher eingruppiert.
Am 28. Juni 2025 ist das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) in Kraft getreten. Es verpflichtet alle Wirtschaftsakteure, ihre digitalen Angebote wie Websites und Apps barrierefrei zu gestalten, sodass sie von Menschen mit Behinderungen genutzt werden können. Das Gesetz gilt grundsätzlich auch für Vereine mit mehr als zehn Beschäftigten und einem Jahresumsatz von über 2 Mio. Euro, die Produkte oder Dienstleistungen für Verbraucher anbieten.
Bis zum 31. August 2025 können Mitglieder der LAG Soziokultur Thüringen Vereine, Kultureinrichtungen oder Initiativen für den diesjährigen KULTURRIESEN vorschlagen. Der Thüringer Soziokulturpreis ist mit 2.025 Euro dotiert und wird jährlich ausgeschrieben.
Das Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur schreibt auch in diesem Jahr wieder den Thüringer Demografiepreis aus. Gesucht werden engagierte Initiativen, Ideen und Konzepte, die die kreative und nachhaltige Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels geben. Die ersten drei Preise sind mit insgesamt 30.000 Euro dotiert.
Die Ferien haben begonnen, aber viele Kulturvereine wissen noch immer nicht ob und wann sie mit Fördermitteln vom Land für ihre beantragten soziokulturellen Projekte rechnen können und ob sie die Projekte überhaupt noch umsetzen können. Auch unser Modellprojekt "Strukturförderung Soziokultur" ist betroffen. Da sich viele Vereine über Projektförderungen finanzieren, sind sie in ihren Strukturen gefährdet.
Nach über einem Jahr Entwicklungs- und Erprobungszeit hat der Bundesverband Soziokultur nun Ökologischen Standards für soziokulturelle Einrichtungen veröffentlicht. Sie bestehen aus einem praxisfreundlichen Excel-Tool, mit dem Einrichtungen ihre ökologischen Maßnahmen einschätzen und weiterentwickeln können.
Am 27. und 28. Juni trafen sich die über unser Modellvorhaben "Strukturförderung Soziokultur 2023-2025" geförderten soziokulturellen Einrichtungen auf Schloss Kannawurf. Es zeigte sich erneut, dass mit der Förderung immens wichtige Prozesse angestoßen und Vorhaben umgesetzt werden konnten, was mit einer "normalen" Projektförderung nicht möglich gewesen wäre. Leider kann das Modellprojekt in diesem dritten Förderjahr aufgrund der deutlich geringeren Landesförderung nicht planmäßig zu Ende geführt werden.
Die aktuelle Ausgabe des Magazins von Kultur Management Network widmet sich den Potentialen und Herausforderungen von Kulturarbeit jenseits der urbanen Zentren – mit kritischem Blick und überraschenden Perspektiven.
Die Kulturstiftung der Freistaats Thüringen bietet für Interessierte, die zum 1. Oktober einen Antrag auf Stipendien oder Projektförderung für das Jahr 2026 stellen wollen, im Vorfeld mehrere Online-Tutorials an.
Für das Programm "Aktiv vor Ort" der Thüringer Ehrenamtsstiftung können Vereine ab sofort wieder Anträge zur Unterstützung des ehenamtlichen Engagements stellen. Die maximale Förderhöhe beträgt 5.000 Euro pro Antrag.
Mit dem Programm unterstützt die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt bundesweit 100 gemeinnützige Organisationen dabei, den digitalen Wandel aktiv zu gestalten – durch Qualifizierung, Beratung, Vernetzung und die Umsetzung eines eigenen Digitalprojekts mit Förderbudget. Die ausgewählten Vorhaben können bis zu 20.000 Euro gefördert werden.
Das Ukrainische Institut in Deutschland fördert über das Programm "RHIZOM/RAZOM" soziokulturelle Projekte von ukrainischen und deutschen NGOs zum Thema Dekolonisierung. Die Projekte können mit bis zu 20.000 Euro gefördert werden.
Die Stiftung Baukultur Thüringen vergibt erstmals eine Mikroprojektförderung für öffentliche Veranstaltungen, Formate und Projekte, die einen Beitrag zur Baukultur leisten. Gemeinnützige Körperschaften und Privatpersonen können sich bis zum 13. Juni um eine Förderung von 1.000 Euro bewerben.
Der neue Fonds der Gemeinschaftsinitiative "Zukunftswege Ost" unterstützt junge Menschen bis 27 Jahren bei der Umsetzung ihrer Projektideen für ein demokratisches Miteinander insbesondere in ländlichen Regionen Ostdeutschlands mit bis zu 5.000 Euro. Eine Antragstellung ist vierteljährlich möglich.
Kultur ist als demokratiefördernde Kraft eine der wichtigsten gesellschaftlichen Konstanten in Krisenzeiten. Besonders unter jungen Menschen wächst die Erwartung, dass kulturelle Einrichtungen eine aktivere Rolle in gesellschaftlichen Debatten übernehmen und niedrigschwellige, partizipative Formate anbieten. Das zeigt der neue Relevanzmonitor Kultur 2025 der Liz Mohn Stiftung.
Der Pauschalvertrag zwischen der GEMA und dem Freistaat Thüringen wurde bis Ende 2027 verlängert. Gemeinnützige Organisationen mit Sitz in Thüringen können damit ab sofort wieder die GEMA-Vergütungen für bis zu vier kostenfreie Vereinsfeste jährlich vom Land übernehmen lassen. Konzerte, Festivals oder Theateraufführungen sind über den Pauschalvertrag nicht abgedeckt.
In dem Fotowettbewerb werden vom 5. Mai bis 15. Juni die schönsten Innenstadtblicke und Lieblingsplätze in Thüringer Klein- und Mittelstädten gesucht. Es winken attraktive Preise - unter anderem Tickets für das Rudolstadt-Festival. Das Thüringer Aktionsbündnis "Innenstädte mit Zukunft" will als Initiator mit dem Wettbewerb die Attraktivität der Stadtkerne stärken.
Ab sofort bis zum 22. Mai können sich wieder Clubbetreiber*innen und regionale Veranstalter*innen für den APPLAUS-Award der Initiative Musik bewerben. Ausgezeichnet werden herausragende Livemusikprogramme und -spielstätten in sechs Kategorien mit Preisgeldern von bis zu 50.000 Euro.