Über drei Jahre hinweg haben wir mit dem Modellprojekt "Strukturförderung Soziokultur 2023–2025" sechs soziokulturelle Einrichtungen in Thüringen in ihrer programmatischen und strukturellen Entwicklung unterstützt. Die jetzt erschienene Dokumentation zeigt klar: Wenn kulturelle Infrastruktur erhalten und weiterentwickelt werden soll, reicht das Förderinstrument der Projektförderung allein nicht aus.
Nach drei Jahren ehrenamtlicher Kulturarbeit und über 100 Veranstaltungen mit mehr als 2.000 Besucher*innen muss die Kulturfabrik Mühlhausen, kurz KuFa MHL, nun endgültig ihre Türen aufgrund von Schallschutzvorgaben schließen. Damit verschwindet der letzte Live-Club der Stadt.
Rund um den AfD-Bundesparteitag am 4. und 5. Juli in Erfurt organisieren auch viele unsererer Erfurter Mitglieder Aktionen und Veranstaltungen gegen Rechtsextremismus und für ein solidarisches, weltoffenes und vielfältiges Thüringen. Wir haben einige zusammengestellt.
Vier Thüringer Musikspielstätten können sich über eine Förderung durch das Bundesschallschutzprogramm der Initiative Musik freuen. Gefördert werden das Café Wagner und der KuBa aus Jena, die Gerberstraße 3 aus Weimar sowie die Siebenhitze aus Greiz.
Franziska Schnauß, Mitarbeiterin beim art der stadt e.V. und Vorstandsvorsitzende der LAG Soziokultur Thüringen erhält für ihr prägendes kulturelles Wirken die Myconiusmedaille der Stadt Gotha 2026.
Das junge Theater stellwerk aus Weimar erhält den diesjährigen mit 100.000 Euro dotierten Theaterpreis des Bundes in der Kategorie Freie Produktionshäuser. Wir gratulieren herzlich!
2025 kam so einiges auf den letzten Drücker. Wir blicken zurück auf ein ereignisreiches Verbandsjahr mit späten Fördermittelbescheiden, langwierigen Haushaltsverhandlungen, neuen Vorständen und verdienten Auszeichnungen.
Mit dem APPLAUS-Award ausgezeichnet wurden von unseren Mitgliedern die Siebenhitze in Greiz und das Alte Wannenbad in der Geraer Häselburg in der Kategorie "Beste kleine Spielstätten und Konzertreihen". Das MVZ Wagner in Jena wird als eine der besten Livemusikspielstätten geehrt.
Wir begrüßen herzlich die Erfurter KulturQuartier Schauspielhaus eG als neues Mitglied in der LAG Soziokultur Thüringen. Damit sind aktuell 92 Vereine in der LAG organisiert.
Die LAG Soziokultur Thüringen kritisiert in einer Erklärung die geplanten Einschnitte für den freien Kulturbereich im Landeshaushaltsentwurf 2026/2027. Die vorgesehenen Kürzungen in der spartenspezifischen Projektförderung um 15 % und bei den Investitionszuschüssen um 50 % bedrohen nicht nur die Vielfalt der freien Kulturszene, sie könnten auch einige Projekte und Einrichtungen, vor allem im ländlichen Raum, in ihrer Existenz gefährden.
Am 5. September hat die Mitgliederversammlung der LAG Soziokultur Thüringen in Erfurt einen neuen Vorstand gewählt. Mit Alexander Jäger, Oliver Schubert und Philipp Venghaus bereichern zukünftig drei erfahrene Thüringer Kulturmacher mit ihrer Kompetenz den Vorstand.
Mit dem neuen Dashboard Soziokultur macht der Bundesverband Soziokultur ab sofort umfassende Daten zur Arbeit, Verteilung, Struktur und Nutzung soziokultureller Einrichtungen öffentlich zugänglich. Grundlage sind die Mitgliedsdaten zum Stichtag 30. Juni 2025 sowie eine bundesweite Erhebung 2024 unter Einrichtungen in allen 16 Bundesländern.
Die Ferien haben begonnen, aber viele Kulturvereine wissen noch immer nicht ob und wann sie mit Fördermitteln vom Land für ihre beantragten soziokulturellen Projekte rechnen können und ob sie die Projekte überhaupt noch umsetzen können. Auch unser Modellprojekt "Strukturförderung Soziokultur" ist betroffen. Da sich viele Vereine über Projektförderungen finanzieren, sind sie in ihren Strukturen gefährdet.
Am 27. und 28. Juni trafen sich die über unser Modellvorhaben "Strukturförderung Soziokultur 2023-2025" geförderten soziokulturellen Einrichtungen auf Schloss Kannawurf. Es zeigte sich erneut, dass mit der Förderung immens wichtige Prozesse angestoßen und Vorhaben umgesetzt werden konnten, was mit einer "normalen" Projektförderung nicht möglich gewesen wäre. Leider kann das Modellprojekt in diesem dritten Förderjahr aufgrund der deutlich geringeren Landesförderung nicht planmäßig zu Ende geführt werden.
Klamme Kulturhaushalte und komplizierte politische Verhältnisse – die soziokulturellen Zentren und Vereine in Thüringen sind in einer schwierigen Situation, vor allem im ländlichen Raum. Die LAG Soziokultur Thüringen unterstützt und vernetzt als Interessenverband die Szene. Und sie wächst: Auf ihrer Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag begrüßte die LAG allein sieben neue Mitglieder.
Das vergangene Jahr war kulturpolitisch in Thüringen aufregend und anstrengend: Kommunal- und Landtagswahlen, Umstrukturierung der Personalförderungen des Landes für den freien Kulturbereich, anberaumte Kürzungen der Kultur im Landeshaushaltsentwurf 2025. Ein kleiner Rückblick auf unsere Aktivitäten
Unter dem Titel "DICKE BRETTER – Soziokultur in Sachsen, Thüringen und Brandenburg – Wohin geht's?" lädt der Bundesverband Soziokultur am 28. November zum Webtalk ein. Wir sind als LAG Soziokultur auch dabei.
Wir freuen uns, die Vereine unofficial.pictures e.V. aus Suhl und Stockwerk e.V. aus Weimar sowie die Maßstabwerk gUG aus Schweina als neue Verbandsmitglieder zu begrüßen. Damit hat die LAG erstmals über 90 Mitglieder.
Der Thüringer Soziokultur-Landesverband nimmt in einer Stellungnahme zum Entwurf des Thüringer Landeshaushalts 2025 mit Sorge zur Kenntnis, dass insbesondere die Bereiche der Soziokultur und freien Kulturarbeit mit erheblichen Kürzungen zu rechnen haben. Besonders betroffen sind die Bereiche der Projektförderung und der Investitionen, die um jeweils 800.000 Euro gekürzt werden sollen. Die geplanten Einsparungen gefährden damit die Vielfalt und Vitalität der freien Kulturszene in Thüringen. Sie könnten zum Aus für zahlreiche soziokulturelle Projekte führen und Einrichtungen, insbesondere im ländlichen Raum, in ihrer Existenz gefährden.
Mit dem Kunsthof NIA e.V. aus Niederarnsdorf und Melodienschmiede e.V. aus Kraftsdorf begrüßen wir zwei neue Verbandsmitglieder aus Ostthüringen. Damit hat die LAG aktuell 88 Mitglieder.