Strukturförderung

Soziokultur 2023-2025

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Mit einem Modellvorhaben unterstützte die LAG Soziokultur Thüringen mit Mitteln des Freistaats von 2023 bis 2025 sechs soziokulturelle Einrichtungen in ihrer strukturellen und strategischen Entwicklung mit bis zu 30.000 Euro pro Jahr. Damit konnte auch in Thüringen ein längst überfälliges Förderinstrument erprobt werden.

WARUM STRUKTURFÖRDERUNG?

Die Liste der Aufgaben, die soziokulturelle Einrichtungen neben dem laufenden Veranstaltungsbetrieb angehen müssen, ist lang: Ehrenamtliche koordinieren, neue Finanzierungsmodelle entwickeln, das Publikum zurückgewinnen oder Nachhaltigkeitsstrategien implementieren. Gerade kleineren, ehrenamtlich geführten Vereinen aber fehlen dafür meist die personellen Ressourcen. Denn Kulturförderung gibt es in der Regel nur für kulturelle Projekte oder Investitionen, nicht aber für die Absicherung und Entwicklung von Strukturen.

Die ausschließliche Orientierung auf die Projektförderung wird in der bundesweiten kulturpolitischen Diskussion schon seit längerem kritisiert. In mehreren Bundesländern ist eine Struktur- bzw. Konzeptförderung für die Soziokultur bereits als Regelförderung neben der Projektförderung implementiert (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, NRW). Auch der Fonds Soziokultur hat seine Projektförderung mit einer Prozessförderung ergänzt.

Diese Förderlücke wollte die LAG Soziokultur Thüringen mit ihrem Modellvorhaben "Stukturförderung Soziokultur 2023–2025" nun auch in Thüringen schließen. Ziel war die Stabilisierung und Weiterentwicklung von soziokulturellen Einrichtungen. Das dreijährige Modellprojekt erprobte dafür exemplarisch an sechs ausgewählten Einrichtungen die Wirksamkeit und die Rahmenbedingungen einer solchen Förderung. Mittelfristiges Ziel ist die Verstetigung der Strukturförderung als zusätzliche Fördersäule des Freistaats Thüringen neben der Projekt- und Investitionsförderung.

WAS WURDE GEFÖRDERT?

Gefördert wurden Maßnahmen zur strukturellen, programmatischen oder strategischen Weiterentwicklung und Stabilisierung der soziokulturellen Einrichtungen, wie zum Beispiel:

  • Entwicklung eines nachhaltigen Finanzierungsmodells
  • Lobbyarbeit in der Kommune
  • Implementierung der Zukunftsthemen Nachhaltigkeit und Digitalisierung
  • Unterstützung bei der Umsetzung des Generationenwechsels
  • Entwicklung von Maßnahmen zur Aktivierung von Ehrenamtlichen
  • Reflexion und Anpassung der eigenen Arbeits- und Angebotsstruktur
  • Entwicklung von Maßnahmen zur Publikumsgewinnung und -bindung
  • Entwicklung und Anpassung der Öffentlichkeitsarbeit

Es konnten mehrere Maßnahmen gleichzeitig gefördert werden. Förderfähig waren alle Kosten, die dazu beitrugen, die beantragten Maßnahmen erfolgreich umzusetzen, wie Personal- und Honorarkosten, Miet- und Betriebskosten oder Sachkosten. Diese und weitere Regelungen wurden in den Fördergrundsätzen festgeschrieben.

WER WURDE IN DER MODELLPHASE GEFÖRDERT?

Nach einer verbandsinternen Ausschreibung wählte ein Fachbeirat sechs Vereine aus, die in ihren Einrichtungen ihr Vorhaben vom 1. Juli 2023 bis Ende 2025 umsetzen können und dafür bis zu 30.000 Euro pro Jahr erhielten. Ausgewählt wurden die folgenden Vereine mit ihren soziokulturellen Einrichtungen:

Die Geförderten konnten das Geld nach ihren Bedürfnissen einsetzen. Die LAG Soziokultur begleitete und dokumentierte das Modellprojekt.

FINANZIERUNG DES MODELLPROJEKTS

Die Finanzierung des dreijährigen Modellprojekts erfolgte aus Projektmitteln der Thüringer Staatskanzlei. Pro Jahr war eine Summe von 200.000 Euro eingeplant. Für die Jahre 2023-2024 standen letztlich insgesamt 280.000 Euro zur Verfügung. 2025 waren es nur noch 50.000 Euro, was einen nachhaltigen Abschluss des Projektes sehr erschwerte. So konnte die geplante Evaluation leider nicht durchgeführt werden.

ANSPRECHPARTNER

Bei Fragen rund um die Strukturförderung wendet euch bitte an:

Alexander Lochthofen
Tel. (0361) 26 56 99 25

Thomas Putz
Tel. (0361) 7 52 58 72

E-Mail: foerderung@soziokultur-thueringen.de

Das Modellprojekt "Strukturförderung Soziokultur 2023-2025" wird gefördert aus Mitteln des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur

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