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Kulturpolitik

ES REICHT - NICHT! Unsere kulturpolitischen Forderungen zur Landtagswahl

Soziokulturellen Zentren und freie Kulturinitiativen prägen zu einem wesentlichen Teil die Kulturlandschaft Thüringens. Sie sind als Orte der Zivilgesellschaft ein unverzichtbarer Bestandteil der kulturellen Infrastruktur des Landes. Mit ihrer vielfältigen programmatischen Arbeit und Klasse tragen sie entscheidend zur kulturellen Vielfalt und Strahlkraft Thüringens bei.

Trotz der gestiegenen gesellschaftlichen Bedeutung, die Soziokultur auch in Thüringen erfährt, ist sie seit Jahren chronisch unterfinanziert: Die Einrichtungen haben einen dramatischen Investitions- und Sanierungsstau. Die wenigen Beschäftigten arbeiten in unsicheren und prekären Verhältnissen. Die vielen Ehrenamtlichen engagieren sich weit über die Grenzen ihrer Belastbarkeit hinaus. Eine Grundfinanzierung der Soziokulturellen Zentren existiert nicht. Besonders gefährdet sind Einrichtungen und Initiativen im ländlichen Raum.

Die LAG Soziokultur Thüringen als Landesverband für die hiesigen Soziokulturellen Zentren und freien Kulturinitiativen muss daher feststellen: ES REICHT – NICHT! Und fordert endlich kulturpolitisches Handeln: Die Thüringer Soziokultur braucht eine zeitgemäße und bedarfsgerechte Förderung, wie sie tradierten Kulturbereichen per se zugestanden wird.

In ihrem gerade veröffentlichten Forderungspapier zur thüringischen Landtagswahl hat die LAG vier Kernforderungen aufgestellt:

  • Sofortprogramm "Bau und Investition" für soziokulturelle Einrichtungen über zwei Jahre in Höhe von 1 Mio. Euro pro Jahr
  • Strukturförderprogramm in Höhe von 500.000 Euro pro Jahr für Soziokulturelle Zentren in den ländlichen Räumen.
  • Neuausrichtung der Personalförderprogramme des Landes für kulturelle Leitungskräfte und jugendkulturelle Mitarbeiter
  • Maßnahmen für eine vereinfachte und bedarfsorientierte Zuwendungspraxis der Landeskulturförderung

Die zukünftige Landesregierung aber auch die Opposition fordert die LAG-Geschäftsführerin Bettina Rößger auf, die gesellschaftliche Bedeutung und vielfältigen Wirkungen von soziokultureller und freier Kulturarbeit in Thüringen im Blick zu behalten:

"Für die kommende Legislatur erwarten wir deutliche Impulse, die der Soziokultur gleichberechtigte Rahmenbedingungen sichert und eine angemessene Förderung garantiert."

Das Forderungspapier wurde von den 80 Mitglieder der LAG Soziokultur Thüringen am 13. September 2019 einstimmig beschlossen.

» Forderungspapier lesen

» Forderungspapier herunterladen [pdf.]

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