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Endgültiges Aus für die Kulturfabrik Mühlhausen
Nach drei Jahren ehrenamtlicher Kulturarbeit und über 100 Veranstaltungen mit mehr als 2.000 Besucher*innen muss die Kulturfabrik Mühlhausen, kurz KuFa MHL, nun endgültig ihre Türen schließen. Damit verschwindet der letzte Live-Club der Stadt.
Als Grund gab der Betreiberverein mühlhäuser cooltour e.V. in einer Pressemitteilung an, mit der Umwandlung eines Gebäudeteils durch den Eigentümer in Wohnraum sei eine Nutzung als Musik-Club nicht mehr möglich. Die Einhaltung des Lärmschutzes könne unter den baulichen Gegebenheiten nicht gewährleistet werden und sei bereits von der Stadt angemahnt worden. Dem widerspricht der Eigentümer: Die Schallschutzauflagen für eine Wohnnutzung hätten auch zuvor schon bestanden, nur sei die obere Etage bis dato lediglich als Büro genutzt worden.
2021 übernahm der Verein die Location, nachdem die vorherige Betreiberin nach 15 Jahren auch wegen Corona das Handtuch warf. Der Verein sanierte die Räume komplett in Eigenregie, erneuerte die Lüftungstechnik und die Toiletten, die Fenster wurden schallisoliert und der gesamte Bühnen- und Barbereich neu gestaltet.
Nun ist der Betrieb des Clubs in der Mühlhäuser Altstadt nicht mehr möglich. Ein weiteres Beispiel für die Verdrängung einer Kultureinrichtung aus innerstädtischer Lage aufgrund von Schallschutzvorgaben.
Der Verein, der auch Mitglied in der LAG Soziokultur Thüringen ist, lässt sich durch das KuFa-Aus jedoch nicht beirren und sucht gerade nach einer neuen Location. Derweil veranstaltet er am 31. Juli und 1. August seinen traditionellen Konzertabend an der Popperöder Quelle in Mühlhausen.
