TA|15. Mai 2008: Aktionswochen für Soziokultur in Thüringen beginnen
Mit Ausstellungen, Lesungen, Musik-, Tanz- und Zirkusvorführungen wird von heute an für die Vielfalt der Soziokultur in Thüringen geworben. Zu den Angeboten der Aktionswochen gehören das multimediale Ausstellungsprojekt »Induction 08« in der Gaswerk-Projekt- und Designwerkstatt Weimar, ein Festival für Nachwuchsbands in Ilmenau und ein Dichterwettstreit in Jena. Die Mühlhäuser Theatergruppe 3K zeigt das Stück »Der Name der Rose«, Friedrichsrode in der Hainleite richtet das traditionelle Künstlerfest aus. Die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur vergibt zudem erstmals den mit 1111 Euro dotierten Förderpreis »KulturRiese«.
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TA|15. Mai 2008: Wochen der Soziokultur
Im Gelände des einstigen Gaswerks, das sich zu einem Labor und Atelier für interdisziplinäre künstlerische und mediale Experimente entwickelt hat, starten morgen Abend zum ersten Mal "Aktionswochen für Soziokultur in Thüringen". Bis Mitte Juli werden die 60 Mitglieder der ausrichtenden Landesarbeitsgemeinschaft in allen Regionen des Freistaates zu Musik, Theater, Tanz, Zirkus, Lesung, Ausstellung, Diskussion einladen. Zum Abschluss wird erstmals der "KulturRiese" genannte, mit 1111 Euro dotierte Förderpreis der Soziokultur vergeben.
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TA|15. Mai 2008: Lebensräume für Macher
Als wichtiger Knotenpunkt für das soziokulturelle Leben in Thüringen gilt die Stadt Weimar. Deshalb findet hier auch morgen der Auftakt zu den Aktionswochen statt, mit denen der 15. Geburtstag der LAG Soziokultur gefeiert wird.
Das Gaswerk, die Design- und Projektwerkstatt in der Schwanseestraße, ist ein Paradebeispiel für die komplexe
Bedeutung eines soziokulturellen Zentrums in Thüringen. Seit seiner Gründung 1998 vereint es soziale und kulturelle Aspekte auf vielfältigste Art und Weise. Hier ist ein Ort gesellschaftlichen Lebens entstanden, an dem Kunst und Kultur weniger dem Konsumenten angeboten werden als vielmehr dem aktiv Interessierten. Soziokulturelle Zentren sind Lebensräume für Macher.Insofern trifft es sich gut, dass im Gaswerk morgen Abend die Thüringer Aktionswochen "Meine Kultur" eröffnet werden, mit denen bis zum 12. Juli thüringenweit der 15. Geburtstag der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur (LAG) begangen wird.
Gegründet wurde diese am 10. Juli 1993 in Weimar, wo sie bis 2004 ihren Sitz hatte. Der Weimarer Wolfgang Renner ist einer der drei Gründerväter. Heute sind in der LAG 60 Initiativen und Verbände organisiert, ein Drittel davon ist in Weimar zu Hause, einem "Knotenpunkt der Soziokultur", sagt LAG-Geschäftsführerin Bettina Rößger. Neben dem Gaswerk gehören dazu u. a. das ACC, der Kasseturm, die Gerberstraße 3, der C. Keller, der e-werk-Verein, Radio Lotte und Klock 11.Dabei gilt für Weimar das Gleiche wie für andere Thüringer Kommunen: Im Gegensatz zur westdeutschen Tradition ist die Soziokultur hier weniger gewachsen als eher eine Parallelwelt, mit der Stadtväter, wenn sie schon nicht auf Kriegsfuß stehen, so doch wenig anfangen können. Gaswerk-Gründer HP Großmann berichtet von einer ganzen Reihe von Steinen, die seinem Projekt in den Weg gelegt wurden, obschon bereits 1998 mit der Stadt ein Mietkaufvertrag abgeschlossen wurde. Jetzt, zehn Jahre später, übernimmt der Verein das Gelände ganz selbst- und vollständig. Mit der Auftaktveranstaltung zu "Meine Kultur" startet morgen zugleich der Veranstaltungsreigen zu 100 Jahren Gaswerk Weimar und zum 10. Geburtstag der Design- und Projektwerkstatt. Präsentiert werden ab 18 Uhr die Ergebnisse der internationalen Medienkunstwerkstatt "Induction.98", die seit 7. Mai unter Leitung von Stefan Kraus stattfand. Audiovisuelle Installationen werden gezeigt, zudem gibt es ein multimediales Konzert. Fünf weitere der 23 "Meine Kultur"-Veranstaltungen finden ebenfalls in Weimar statt: eine Nacht des interkulturellen Dialogs am 22. 5. im e-werk, ein Tag der offenen Tür zum dritten Geburtstag des Klock 11 am 7. 6., "Das fünfte Rad am Wagen", ein fahrendes Dramulett des ACC durch Weimar am 5. 7., "Anatolis musikalischer Zirkus" im mon ami am 6. 7. sowie das Eröffnungskonzert des Yiddish Summer am 11. Juli.
Download: MK_TA_Lebensraeume (pdf, 19 kByte KByte)
Das Gaswerk, die Design- und Projektwerkstatt in der Schwanseestraße, ist ein Paradebeispiel für die komplexe
Bedeutung eines soziokulturellen Zentrums in Thüringen. Seit seiner Gründung 1998 vereint es soziale und kulturelle Aspekte auf vielfältigste Art und Weise. Hier ist ein Ort gesellschaftlichen Lebens entstanden, an dem Kunst und Kultur weniger dem Konsumenten angeboten werden als vielmehr dem aktiv Interessierten. Soziokulturelle Zentren sind Lebensräume für Macher.Insofern trifft es sich gut, dass im Gaswerk morgen Abend die Thüringer Aktionswochen "Meine Kultur" eröffnet werden, mit denen bis zum 12. Juli thüringenweit der 15. Geburtstag der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur (LAG) begangen wird.
Gegründet wurde diese am 10. Juli 1993 in Weimar, wo sie bis 2004 ihren Sitz hatte. Der Weimarer Wolfgang Renner ist einer der drei Gründerväter. Heute sind in der LAG 60 Initiativen und Verbände organisiert, ein Drittel davon ist in Weimar zu Hause, einem "Knotenpunkt der Soziokultur", sagt LAG-Geschäftsführerin Bettina Rößger. Neben dem Gaswerk gehören dazu u. a. das ACC, der Kasseturm, die Gerberstraße 3, der C. Keller, der e-werk-Verein, Radio Lotte und Klock 11.Dabei gilt für Weimar das Gleiche wie für andere Thüringer Kommunen: Im Gegensatz zur westdeutschen Tradition ist die Soziokultur hier weniger gewachsen als eher eine Parallelwelt, mit der Stadtväter, wenn sie schon nicht auf Kriegsfuß stehen, so doch wenig anfangen können. Gaswerk-Gründer HP Großmann berichtet von einer ganzen Reihe von Steinen, die seinem Projekt in den Weg gelegt wurden, obschon bereits 1998 mit der Stadt ein Mietkaufvertrag abgeschlossen wurde. Jetzt, zehn Jahre später, übernimmt der Verein das Gelände ganz selbst- und vollständig. Mit der Auftaktveranstaltung zu "Meine Kultur" startet morgen zugleich der Veranstaltungsreigen zu 100 Jahren Gaswerk Weimar und zum 10. Geburtstag der Design- und Projektwerkstatt. Präsentiert werden ab 18 Uhr die Ergebnisse der internationalen Medienkunstwerkstatt "Induction.98", die seit 7. Mai unter Leitung von Stefan Kraus stattfand. Audiovisuelle Installationen werden gezeigt, zudem gibt es ein multimediales Konzert. Fünf weitere der 23 "Meine Kultur"-Veranstaltungen finden ebenfalls in Weimar statt: eine Nacht des interkulturellen Dialogs am 22. 5. im e-werk, ein Tag der offenen Tür zum dritten Geburtstag des Klock 11 am 7. 6., "Das fünfte Rad am Wagen", ein fahrendes Dramulett des ACC durch Weimar am 5. 7., "Anatolis musikalischer Zirkus" im mon ami am 6. 7. sowie das Eröffnungskonzert des Yiddish Summer am 11. Juli.
TA|16. Mai 2008: Ilmenauer Newcomer-Festival mit 16 Nachwuchsbands
Auf dem Campus der Technischen Universität Ilmenau beginnt heute das 6. Ilmenauer Newcomerfestival. An der
zweitägigen Veranstaltung nehmen 16 Nachwuchsbands aus ganz Deutschland teil. Sie haben die Chance, auf drei Bühnen Herz und Stimme der Jury sowie wertvolle Preise zu gewinnen. Von Hip bis Hop, von Rap bis Rock, über Soul und Blues - nicht die Stilrichtung zählt, sondern die Qualität. In der Jury sind Veranstalter, Publikum, Musikproduzenten und Journalisten. Das Festivals ist Teil der thüringenweiten Aktionswochen für Soziokultur.
Download: MK_TA_Ilmenauer Newcommerfestival (pdf, 15 kByte KByte)
zweitägigen Veranstaltung nehmen 16 Nachwuchsbands aus ganz Deutschland teil. Sie haben die Chance, auf drei Bühnen Herz und Stimme der Jury sowie wertvolle Preise zu gewinnen. Von Hip bis Hop, von Rap bis Rock, über Soul und Blues - nicht die Stilrichtung zählt, sondern die Qualität. In der Jury sind Veranstalter, Publikum, Musikproduzenten und Journalisten. Das Festivals ist Teil der thüringenweiten Aktionswochen für Soziokultur.
TA|11. Juli 2008: Preis und Pauke bei Böhlens Sommerakademie
Mit Pauken, doch ohne Trompeten, startete die Thüringische Sommerakademie Böhlen in die diesjährige Saison. Die Formation elbtonal-percussion brachte in der Dorfkirche die ganze Bandbreite moderner Trommelkunst zu Gehör.
"Der Wunsch hat schon lange bestanden, mal etwas gemeinsam zu machen", sagt Christoph Goelitz. Der Festival-Leiter auf dem ehemaligen Fabrikhof kann sich nach der diesjährigen Premiere entspannt zurücklehnen. Die insgesamt vier Trommler an ihren vielen unterschiedlichen Schlaginstrumenten kamen an beim - oft jugendlichen - Publikum. Rund 230 Gäste hatten Platz im Kirchenschiff genommen. "Nachdem wir den Auftakt in die Böhlener Festwoche gelegt haben, kamen in diesem Jahr erfreulich viele Konzertbesucher aus dem Ort selbst", so Goelitz. Von Klassik bis Jazz und von Japan bis in die heimische Küche hinein reichten Stil und Arbeitsgerät des Hamburger Quartetts. Mal experimentell, mal melodiös und auch mal witzig trommelten die vier Jungs auf und bildeten damit einen mehr als angemessenen Rahmen für den zweiten Höhepunkt des Abends. Laudator Matthias Biskupek verlieh den ersten "KulturRiesen", den Förderpreis der Soziokultur in Thüringen. Ausgezeichente Arbeit bescheinigt die gleichnamige Landesarbeitsgemeinschaft dem Erfurter Zeitungsprojekt "Heft - für Literatur, Stadt und Alltag." Wie viel das Projekt den Mitgliedern der LAG wert ist, haben sie durch den beherzten Griff in die eigene Brieftasche bewiesen. Das Preisgeld in Höhe von exakt 1111 Euro setzt sich ausschließlich aus privaten Spenden zusammen. Insgesamt 18 Projekte hatten sich um den Preis beworben.Da wollte auch der zur Preisverleihung anwesende Kulturstaatssekretär Walter Bauer-Wabnegg (CDU) nicht zurückstehen. Zum 15 Geburtstag der LAG Soziokultur überreichte er noch vor Ort einen Förderscheck seines Ministeriums in Höhe von 1000 Euro.
Download: MK_TA_Abschluss (pdf, 18 kByte KByte)
"Der Wunsch hat schon lange bestanden, mal etwas gemeinsam zu machen", sagt Christoph Goelitz. Der Festival-Leiter auf dem ehemaligen Fabrikhof kann sich nach der diesjährigen Premiere entspannt zurücklehnen. Die insgesamt vier Trommler an ihren vielen unterschiedlichen Schlaginstrumenten kamen an beim - oft jugendlichen - Publikum. Rund 230 Gäste hatten Platz im Kirchenschiff genommen. "Nachdem wir den Auftakt in die Böhlener Festwoche gelegt haben, kamen in diesem Jahr erfreulich viele Konzertbesucher aus dem Ort selbst", so Goelitz. Von Klassik bis Jazz und von Japan bis in die heimische Küche hinein reichten Stil und Arbeitsgerät des Hamburger Quartetts. Mal experimentell, mal melodiös und auch mal witzig trommelten die vier Jungs auf und bildeten damit einen mehr als angemessenen Rahmen für den zweiten Höhepunkt des Abends. Laudator Matthias Biskupek verlieh den ersten "KulturRiesen", den Förderpreis der Soziokultur in Thüringen. Ausgezeichente Arbeit bescheinigt die gleichnamige Landesarbeitsgemeinschaft dem Erfurter Zeitungsprojekt "Heft - für Literatur, Stadt und Alltag." Wie viel das Projekt den Mitgliedern der LAG wert ist, haben sie durch den beherzten Griff in die eigene Brieftasche bewiesen. Das Preisgeld in Höhe von exakt 1111 Euro setzt sich ausschließlich aus privaten Spenden zusammen. Insgesamt 18 Projekte hatten sich um den Preis beworben.Da wollte auch der zur Preisverleihung anwesende Kulturstaatssekretär Walter Bauer-Wabnegg (CDU) nicht zurückstehen. Zum 15 Geburtstag der LAG Soziokultur überreichte er noch vor Ort einen Förderscheck seines Ministeriums in Höhe von 1000 Euro.

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