Kulturriese 2010
Die Verleihung des KulturRiesen weist auf beispielhaftes Engagement oder besondere Leistungen in der Soziokultur und ihren Randbereichen in Thüringen hin. Auf diesem Gebiet wird viel geleistet, aber nur wenige der beispielhaften, und oft lokal verankerten Projekte werden in der Öffentlichkeit entsprechend gewürdigt.
Mit ihrem 2008 erstmals gestifteten KulturRiesen möchte die Landesarbeitsgemeinschaft die Akteure auszeichnen und ermutigen, die möglichst viele Menschen zum Engagement im Kulturbereich anregen, das Bewusstsein für Kultur und deren gesellschaftliche Bedeutung in weiten Teilen der Bevölkerung schärfen oder innovative und unkonventionelle Methoden kultureller Arbeit praktisch umsetzen.
Die Preisübergabe erfolgt öffentlich zur Abschlussveranstaltung von MEINE KULTUR 2010, dem Festival der Soziokultur in Thüringen.
Bewerbungen von Einrichtungen in freier Trägerschaft, Kulturinitiativen oder Einzelpersonen, die ihren Sitz in Thüringen haben, wurden bis Ende Mai entgegengenommen.
Die Auswahl des Preisträgers erfolgt nun durch eine vom Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft einberufene Jury, deren 5 Mitglieder über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der soziokulturellen Praxis verfügen.
In diesem Jahr liegt die Entscheidung bei:
- Christoph Goelitz (Vorsitzender der LAG Soziokultur Thüringen e.V. und Leiter der Thüringischen Sommerakademie Böhlen e.V. )
- Juliane Fuchs (Leiterin des backup_festival und Bauhaus Filminstitut/ Bauhausuniversität Weimar)
- Stephanie Knoche (Diplom-Sozialarbeiterin, seit 2 Jahren tätig als Jugend- und Bildungsreferentin der Stadt Nordhausen )
- Daniela Rockstuhl (künstlerische Leiterin und Theaterpädagogin beim art der stadt e.V., Gotha)
- Martin Gerlach (Kulturredakteur der Ost Thüringer Zeitung/ OTZ)
KulturRiese Preisträger 2009
2009 vergab die LAG Soziokultur Thüringen e.V. den KulturRiesen – Förderpreis der Soziokultur in Thüringen zum zweiten Mal.
Den Preis des KulturRiesen, welcher mit 1.111,- € dotiert ist und auf beispielhafte Leistungen oder Aktionen in der Soziokultur und ihren Randbereichen in Thüringen hinweist, ging in diesem Jahr an gleich zwei Projekte: "omarillio" aus Weimar konnte ebenso wie der "art der stadt gotha" als herausragendes Beispiel soziokultureller Praxis die Jury überzeugen.
Das Zirkusfestival "Omarillio" aus Weimar leistet durch seinen partizipativen, multidisziplinären Ansatz beispielgebende soziokulturelle Arbeit und besticht durch seinen modellhaften und höchst zeitgenössischen Charakter.
Der Verein "art der stadt gotha" leistet über das Medium Theater hinaus innovative und basisnahe Kulturarbeit, die identitätsstiftend wirkt und eine Ausstrahlung auf ganz Thüringen besitzt. Besonders würdigt die Jury das beispielhafte und kontinuierliche Engagement der Mitglieder und Aktiven.
Preisträger 2008
Über das Medium Literatur gibt das hEFt einer breiten Zielgruppe Podium und Medium für künstlerische und kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlich Themen.
Es ermöglicht darüber hinaus eine Vielfalt an Partizipation und Engagement.
Die Jury überzeugte das außergewöhnlich hohe ehrenamtliche Engagement und die Tatsache, dass sich das hEFt trotz schwieriger finanzieller Situation etablieren konnte.
Es entspricht in hervorragender Weise modellhaft einem breiten offenen Netzwerk, das zugleich Chancen und Potenziale authentischer und spartenübergreifender Kulturarbeit verdeutlicht. Das Projekt trägt aktiv zur Förderung von Jugend- und Soziokultur bei.
Download der Jurybegründung
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